FATHER MOTHER SISTER BROTHER

In seinem neuesten Geniestreich lässt Regie-Ikone Jim Jarmusch den hochkarätigen Cast um Tom Waits, Adam Driver, Mayiam Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indya Moore und Luka Sabbat die Untiefen familiärer Beziehungen ausloten.
Jim Jarmusch erzählt in drei Episoden mit feinem Humor und Fingerspitzengefühl von entfremdeten Eltern-Kind-Beziehungen – und legt mit seiner minimalistischen Bildsprache Spannungen, unterschwellige Konflikte und Geheimnisse offen.

Jim Jarmusch ist immer für eine Überraschung gut. Nun hat er mit »Father Mother Sister Brother« einen betont leisen, intimen Film gedreht, der nicht das große Gesellschaftliche ins Visier nimmt, sondern einen Blick auf die persönlichste Ebene des sozialen Miteinanders wirft: die Beziehungen von Eltern, Kindern und Geschwistern. Zugleich fügt sich der Film stimmig in Jarmuschs Gesamtwerk ein.

Jarmusch zeigt ein feines Gespür für familiäre Dynamiken, für die unsichtbaren Schranken zwischen alternden Eltern und erwachsenen Kindern, und die ungelenke Art, mit der eigene Rollen und sich verändernde Beziehungen ausgehandelt werden. Es geht um Kommunikation und darum, was sie über Beziehungen sagt, um elterliche Prägungen und Nähe, die zu eigentümlicher Fremdheit wird.

USA, Irland, Frankreich 2025 – 111 Minuten – Regie und Drehbuch: Regie: Jim Jarmusch – Mit: Cate Blanchett, Adam Driver, Charlotte Rampling, Vicky Krieps – Deutsche Fassung

Nach einer Pause von sechs Jahren legte der 72-jährige Arthouse-Regieliebling in Venedig seinen intimen Familienfilm „Father Mother Sister Brother“ vor und gewann damit den Goldenen Löwen.

„Ein Film über die ganz normale Seltsamkeit im Herz des sozialen Zusammenhalts.“ (Viennale)