VIVALDI UND ICH

Im Venedig des 18. Jahrhunderts lebt eine zwanzigjährige Violinenvirtuosin im Waisenhaus der Pièta, wo sie trotz ihres Talents eingesperrt bleibt. Nur eine Heirat scheint einen Ausweg für sie darzustellen. Doch ihr Leben nimmt eine Wendung, als sie den brillanten Komponisten Antonio Vivaldi begegnet, der als neuer Geigenlehrer in den Ort kommt. Von Vivaldi und seiner Musik getragen, findet sie die Kraft, ein Schicksal infrage zu stellen, das einst unausweichlich schien.

VIVALDI UND ICH erzählt eine wundervolle Geschichte weiblicher Selbstbestimmung, eingebettet in die atmosphärische Kulisse des barocken Venedigs und getragen von der Musik Antonio Vivaldis – dem Schöpfer der Vier Jahreszeiten.

Im Venedig des 18. Jahrhunderts wächst die talentierte Violinistin Cecilia (Tecla Insolia) im Ospedale della Pietà auf – einem Heim für verwaiste Mädchen, das die dort lebenden Kinder in das Studium der Musik einführt und dessen Orchester weltweit angesehen ist. Bei ihren Auftritten für wohlhabende Gönner bleibt Cecilia stets hinter einer Maske verborgen: Sie soll nicht als eigenständige Person gesehen werden. Doch mit der Ankunft eines neuen Lehrers bekommt sie erstmals die Chance, der Enge ihres bisherigen Lebens und der Aussicht einer arrangierten Ehe zu entkommen. Antonio Vivaldi (Michele Riondino), der neue Leiter des Orchesters, ermutigt sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Vorbei an den strengen gesellschaftlichen Regeln und mit der befreienden Kraft der Musik kämpft Cecilia um ihr Schicksal und ein Leben jenseits vorgezeichneter Rollen.

Der preisgekrönte Theater- und Opernregisseur Damiano Michieletto verwebt in seinem Spielfilmdebüt die Biografie des weltberühmten Komponisten, der zu seiner Zeit unterschätzt wurde, mit dem Schicksal einer jungen Waise, die in der Musik die Inspiration findet, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Dabei stellt der gefeierte Opernregisseur unter Beweis, dass er die Magie von Vivaldis Musik auch auf der großen Leinwand zur vollen Wirkung bringen kann.

European Shootingstar 2026 Tecla Insolia verkörpert die talentierte Geigerin auf der Suche nach der eignen Identität mit Kraft und besonderem Feingefühl. An ihrer Seite brilliert Michele Riondinoals ehrgeiziger Komponist, der um künstlerische Anerkennung kämpft. Zwei suchende, ringende Seelen, die über die Musik zusammenfinden.  

Italien, Frankreich 2025 – 110 Minuten – Regie: Damiano Michieletto – Mit: Tecla Insolia, Michele Riondino, Andrea Pennacchi u. a.

VIVALDI UND ICH ist angelehnt an den historischen Roman „Stabat Mater“ des venezianischen Autors Tiziano Scarpa, der mit Italiens wichtigsten Literaturpreis, dem Premio Strega, ausgezeichnet wurde. Der Film feierte seine Weltpremiere auf dem 50. Toronto International Film Festival und erhielt in der Folge zahlreiche Preise, so den Audience Award als Best International Feature beim Filmfestival Chicago und den Cinéma Paradiso Palmarès beim Festival du Cinéma Italien de Toulouse. 

„Das Drama ist nicht nur klug ausgedacht und mit teils wunderschönen Bildern aus dem alten Venedig in Szene gesetzt, sondern es erzählt auch eine Geschichte, die Ihren Reiz immer stärker durch das Zusammenwirken von Handlung und Musik entfaltet.“ (programmkino.de)

„Auch wenn sich „Vivaldi und ich“ der kitschigen Postkartenromantik verweigert, die man mit Venedig verbinden könnte, sind die Aufnahmen dennoch von manchmal traumhafter Schönheit, von der nebligen Lagune bis in die kleinen Kanäle. Aber Daria D’Antonios Kamera schweift auch durch prächtige Innenräume, die von der Macht der Kirche und des Geldes erzählen, und sie zeigt ebenso die düsteren Gewölbe, in denen die Mädchen schuften müssen. Sie sind in den Augen der Kirche nichts weiter als rechtlose Sklavinnen, die letztlich wie Vieh verschachert werden, um den Reichtum des Klerus zu mehren. Doch hier geht es nicht nur um weibliche Selbstbestimmung, sondern zusätzlich auch um die Kunst an sich – um Perfektion und um die Kraft, sich gegen alle Widerstände zu behaupten.“ (programmkino.de)