DIE LETZTE BOTSCHAFTERIN

Dienstag, 10.03.2026
um 19 Uhr
im Stadtkino Gmunden

Nach dem Film lädt Sie der Soroptimist Club Traunsee zum Buffet zugunsten regionaler Frauen- und Mädchenprojekte herzlich ein.

Die letzte weibliche Botschafterin Afghanistans, Manizha Bakhtari, riskiert alles in ihrem Kampf für die Rechte von Mädchen und Frauen in Afghanistan, treu ihrem Leitspruch “peace is not the absence of war, but the presence of justice“.

Die afghanische Botschafterin in Wien, Manizha Bakhtari, befindet sich seit der Mach­tübernahme der Taliban in einer bizarren Situation: Sie vertritt ein Land, dessen alte Regierung geflohen und dessen neue Taliban-Regierung international keine Anerkennung findet. Unter immer schwieriger werdenden finanziellen und persönlichen Bedingungen beschließt sie, sich gegen die Taliban zu Wehr zu setzen, und ihren mutigen Kampf um die Rechte der Frauen und Mädchen Afghanistans als Botschafterin fortzusetzen, treu ihrem Leitspruch “peace is not the absence of war, but the presence of justice“.

Österreich 2025 – 80 MinutenRegie: Natalie Halla -Mit: Manizha Bakhtari, Nasar Hotaki, Parnian Hotaki

Die afghanische Diplomatin Manizha Bakhtari verblieb als letzte Vertreterin ihres Landes in Europa, nachdem die Taliban 2021 die Macht übernahmen. Der Film begleitet Bakhtari bei ihrem unermüdlichen Einsatz für die Rechte afghanischer Frauen und Mädchen, während sie in Wien im Exil lebt und arbeitet. Er fängt die persönlichen und politischen Herausforderungen ein, denen Bakhtari gegenübersteht, und zeigt ihren Kampf für Bildung und Freiheit in einem von Konflikten geprägten Umfeld. Immer nah an seiner Protagonistin, bietet der Film einen bewegenden Einblick in das Leben einer Frau, die trotz widriger Umstände für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung kämpft. (Ines Ingerle, Crossing Europe)

Filmemacherin Halla gewährt in ihrer Doku vielfältige Einblicke in das Leben der „Letzten Botschafterin“, Reden vor internationalen Vertreterinnen und Vertretern der UNO ebenso wie private Momente mit ihrem Mann, der in Kanada im Exil lebt. Im Gespräch mit ihm wird auch die Gefährdung, der sie ausgesetzt ist, immer wieder thematisiert. Denn Bakhtaris unbeugsames Engagement ist politischer Widerstand gegen ein Regime von – wie sie es nennt – „Terroristen“.

Als Reaktion auf diesen Widerstand wird sie auch massiv bedroht, bis hin zu Mordankündigungen. Sie mache sich zwar immer wieder Sorgen, sagt Bakhtari, aber sie habe keine Angst. „Meine Kraft beziehe ich aus dem Wissen, dass die Frauen und Mädchen in Afghanistan meine Unterstützung brauchen. Sie schweigen nicht, sie erheben ihre Stimmen. Starke, mutige Stimmen. Meine Aufgabe ist es, diese Stimmen zu verstärken – sie dort hörbar zu machen, wo sie ohne mein Zutun nicht hinkämen.“

„Der Film über die „letzte Botschafterin“ hat viele Facetten: Er zeigt die Gewalt, die in Afghanistan herrscht. Er zeigt die Zerstörung, die dort angerichtet wird – auch in gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht, zumal andernorts selbstverständliche Strukturen vernichtet wurden und auch Burschen keine zukunftsträchtige Ausbildung bekommen.
Er zeigt, wieviel das mutige Engagement einer einzelnen Person bewirken kann. Und er zeigt, dass Feminismus unterschiedliche Erscheinungsformen hat, dass er auch vom Patriarchat a la Taliban nicht zerstört werden kann – und wie couragiert Frauen aus muslimischen Ländern für ihre Rechte eintreten.“
(Brigitte Krautgartner für religion.ORF.at)

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