Akram Body - Woher, Wohin? (Foto: Johanna Seelbach)
  • Akram Body - Woher, Wohin? (Foto: Johanna Seelbach)
  • EURYDIKE UND LEYLA – es ist was es ist - Foto: Mareike Tiede

Theatergastspiel EAST MEATS WEST mit BODI END SOLE - Do, 01.12.2022 - 19:30 Uhr - Stadttheater Gmunden

19,00 €

Zwei Theaterstücke von BODI END SOLE: "EURYDIKE UND LEYLA - es ist was es ist" (Mareike Tiede und Rina Killmeyer) und "WOHER, WOHIN?" (Akram Brody)

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GASTSPIEL – EAST MEETS WEST

am Do., 1. Dezember 2022, 19:30 Uhr im Stadttheater Gmunden

EAST MEETS WEST

Kulturelle Begegnungen auf Augenhöhe sind stets eine Bereicherung. Sie machen neugierig, inspirieren uns, das Zusammenleben auf unserer Erde neu zu denken, und ermöglichen unerwartete Lösungsansätze für die Probleme unserer Zeit. Sie wirken dem Dogmatismus, Rassismus und Nationalismus entgegen, der die globalen Umbrüche und die Zeit des gesellschaftlichen Wandels, in dem wir uns befinden, ausblendet. „EAST MEETS WEST“ ist ein Abend, der aus der Schönheit und den Mythen der Wiege unserer Kultur schöpft, und der größten Gestaltungskraft, der Liebe huldigt, dabei jedoch den Blick auf die Gegenwart nicht verliert.

Zwei Stücke stehen auf dem Programm:

(1) EURYDIKE UND LEYLA – es ist was es ist

mit Mareike Tiede und Rina Killmeyer

Eurydike und Leyla, zwei Frauen, die lieben und geliebt werden. Orpheus und Said zwei Männer, die um der Liebe Willen ihr Leben aufs Spiel setzen und in den Wahnsinn getrieben werden. Die allseits bekannte Geschichte von Orpheus und Eurydike wird verwoben mit einer im Orient ebenso bekannten Geschichte eines liebenden Paares, das seine tiefe Verbundenheit nicht leben darf und daran zugrunde geht. Die Geschichte von Madschnun und Leyla beruht wahrscheinlich auf einer wahren Begebenheit und stammt aus dem arabischen Raum.

Es ist ein Abend mit großen und kleinen Geschichten über die Liebe, mit Musik, die Brücken schlägt zwischen den Kulturen und Zeiten.

Dauer ca. 1 Stunde

Mareike Tiede: Es ist schon einige Jahre her, da traf Mareike Tiede auf Rilkes schwarzen Panther, der sie langsam umrundete. Er kam ihr so nah, dass sich ihre Nackenhaare aufstellten. Und da wusste sie, was sie wollte: mit Geschichten berühren und Welten entstehen lassen! Und so wurde Mareike Tiede Sprechkünstlerin, Sprechtrainerin und Storytellerin. Sie erforscht, wie Ideen und Inhalte wirkungsvoll zu Gehör gebracht werden können, wie der eigene Funke überspringen kann. Seit 16 Jahren steht sie in verschiedenen Konstellationen und Formaten auf der Bühne, entwickelt Stücke und Programme rund um bewegende Themen. Als Sprecherin und Moderatorin kreiert sie Kopfkino ‐ z.B. im Bayerischen Rundfunk. Als Trainerin gibt sie ihr Wissen weiter ‐ z.B. an SprecherInnen des ORF und Studierende des Carl Orff‐Instituts ‐ und unterstützt Menschen, ihre Inhalte ansprechend und überzeugend zu präsentieren www.mareiketiede.de

Rina Killmeyer entführt mit den bezaubernden Klängen ihrer Bansuri ‐ Flöte die Zuhörer:innen in die Welt der nordindischen Ragas, aber auch in die der freien Improvisation. Die ursprünglich aus dem Iran stammende Künstlerin ist eine der aktivsten Vertreter:innen der indischen klassischen Musik in Österreich. Die lernte vor allem beim weltbekannten Maestro Pt.Haripasad Chaurasia im Mumbai und bei Daniel Bradley in Wien. Mit Soloauftritten und Auftritten gemeinsam mit Musik ‐, Lyrik ‐, und Tanzensembles bereist sie dann Europa und Indien. www.rina‐bansuri.com

(2) WOHER, WOHIN?

Stück für einen Schauspieler und einen Musiker

Idee und Konzept Akram Brody

Wo ein Mensch geboren wird, in welche Verhältnisse, ist Zufall. Das kann keiner von uns entscheiden. Und doch kommen wir alle zur Welt mit den Geschichten unserer Vorfahren im Rucksack des Lebens, eingebunden in die gesellschaftlichen Vorstellungen, Rituale und Glaubenssätze der Kultur, in der wir aufwachsen. Wer im Krieg groß geworden ist, erlebt Gewalt und Unterdrückung als Alltagserscheinung. Sich daraus zu befreien, heißt oft genug sein Leben riskieren, heißt auch, alles Bisherige aufzugeben und zu flüchten. Akram Brody hat den Weg der Flucht gewählt, weil es ihm nicht möglich war, sich als Künstler im Irak frei zu entfalten und lebt seit 2015 in Österreich. Das Stück ist eine Parabel auf die Fragilität der menschlichen Existenz in Zeiten allgemeiner Bedrohung. Es erzählt von den Seelenzuständen eines Menschen, der aus der Brüchigkeit seiner Existenz heraus sich auf den Weg macht, sein Leben neu zu gestalten. Inspiriert von seiner eigenen Lebensgeschichte erzählt Akram Brody von der Verletzlichkeit des Lebens, von drohender Unterdrückung durch autoritäre Mächte, vom Glück der Freiheit und von der ewigen Suche nach Liebe und Geborgenheit. Dauer ca. 30 Min.

Mit

Akram Brody – Performance
Mario Vavti (Trombone) ‐ Komposition, Livemusik
Christa Hassfurther – Dramaturgie & Regie

Für den Abend zusätzlich verantwortlich
Helfried Hassfurther – Ton und technische Gesamtleitung
Nehat Hetemi – Licht
Johanna Seelbach – Produktionsleitung

Akram Brody wurde 1985 in Basra, im Irak als Akram Al‐Jazayiri geboren. Bis zu seiner Flucht 2015 arbeitete er seit 2008 als Schauspieler u. a. am Nationaltheater in Bagdad und trat in diversen Fernsehserien und Kurzfilmen auf. Seit 2015 lebt er in Gmunden und ist dort seit 2019 verheiratet.

Mario Vavti studierte Posaune bei Erich Kleinschuster (Landeskonservatorium Klagenfurt), Bart van Lier (Rotterdams Conservatorium, Niederlande) und Ed Neumeister (Kunstuniversität Graz). Seit 2004 lebt er als freischaffender Musiker in Wien. Neben seiner internationalen Konzerttätigkeit als Solist und Sideman wirkte er bisher bei zahlreichen CD‐Produktionen mit und leitet die eigene Jazz/Elektronik Formation „Ride The Slide“.

Helfried Hassfurther ist seit Anbeginn des Theaters der technische Leiter und der Mann im Hintergrund, der alle Probleme löst. Seit 1997 arbeitet er auch als Licht‐ und Tontechniker für das Kulturforum Hallein und betreut als Tondesigner immer wieder Festivals (Bad Gastein Snow‐Jazz Festival, Salzburg Jazz and the City u.a.), wo er mit internationalen Künstler:innen immer wieder Live‐aufnahmen für CD‐ und Plattenproduktionen macht.

Johanna Seelbach, 1990 in Bochum geboren. Abitur am Hildegardis Gymnasium Bochum (D), Bachelor und Master in „Arts and Cultural Sciences“ mit Schwerpunkt Filmwissenschaften, Kunst‐ und Kulturmanagement Rijksuniversiteit Groningen (NL) Seit März 2021 übernahm sie die Geschäftsführung und künstlerische Assistenz bei Theater bodi end sole Von 2019 bis 2021 war sie für die Produktionsleitung bei „Frei_stadt_hallein Festival“, theaternyx* (Koproduktion mit Szene Salzburg): „über.morgen“, Heidrun Neumayer: „CHNOS ‐ ein Zirkusstück“, tanz_house Festival, Tanzimpulse Salzburg verantwortlich.

Christa Hassfurther wurde in Obertraun am Hallstättersee geboren, maturierte in Gmunden und absolvierte ihr Studium der Germanistik und Geschichte an der Univ. Wien. Sie war Gasthörerin an der Theaterwissenschaft und nahm später an Kursen des „Dramatischen Zentrums“ teil. Auch nach dem Studium bildete sie sich in verschiedenen Fachbereichen der Darstellenden Kunst weiter (Grotowski, Augusto Boal, Figurentheater, Kontaktimprovisation) ebenso in diversen Bereichen der humanistischen Psychologie. Sie schloss eine Ausbildung zur Theater‐ und Spielpädagogin ab. Von 1986 ‐ 1989 war sie als freie Mitarbeiterin am TOI‐Haus Theater Salzburg tätig. 1993 gründete sie Theater bodi end sole in Hallein, das sie seither leitet. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt bei Eigenproduktionen, in denen sie gesellschaftspolitisch relevante Themen verarbeitet. 2022 wurde Christa Hassfurther von der PRO SALZBURG Landeskulturstiftung für ihre künstlerische Arbeit und ihr jahrelanges Engagement in der freien Kulturszene Salzburg ausgezeichnet.

2022-12-01

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