ABGESAGT: EIN VERBORGENES LEBEN mit einer Einführung von Fr. Dr. ERNA PUTZ | Di, 19.05.2020 NUR um 19 UHR | Stadtkino Gmunden

Terrence Malick holt den österreichischen Kriegsdienstverweigerer Franz Jägerstätter auf die große Leinwand. + Filmgespräch mit  der Jägerstätterbiographin Dr. Erna Putz vor dem Film

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USA 2019 - 173 Minuten - Buch & Regie: Terrence Malick - Darsteller: August Diehl, Valerie Pachner, Bruno Ganz, Karl Markovics, Alexander Fehling, Franz Rogowski, Martin Wuttke, Ulrich Matthes, Michael Nyqvist, Matthias Schonaerts, Tobias Moretti, Sophie Rois - deutsche Fasung - Auszeichnungen: Independent Spirit Awards 2020: Nominierung als Bester Film), Internationale Filmfestspiele von Cannes 2019: Nominierung für die Goldene Palme (Terrence Malick), Auszeichnung mit dem Preis der Ökumenischen Jury (Terrence Malick), Auszeichnung mit dem Prix François-Chalais (Terrence Malick)

!!! VERANSTALTUNG ABGESAGT !!!

Die Jägerstätter Biographin Dr. Erna Putz wird vor dem Film ins Thema einführen.

Der Innviertler Bauer Franz Jägerstätter weigert sich standhaft, für die Wehrmacht zu kämpfen. Selbst im Angesicht der drohenden Hinrichtung bleibt er bis zuletzt davon überzeugt, seinem Gewissen folgen zu müssen. Getragen wird er von seinem tiefen Glauben und der unerschütterlichen Liebe zu seiner Frau Fani und den drei Kindern.
„Der Glaube an die Liebe und die schweren Zeiten, die sie überdauern wird, tragen Figuren wie Film in diesen Momenten, denn Malick teilt den Glauben von Franz und Fani Jägerstätter. So entsteht eine Nähe zwischen ihm und seinen Figuren, die außergewöhnlich ist – auch für Ungläubige. Denn persönliche Filme über den Nationalsozialismus zu machen, das wollen viele. Einen so überzeugenden Zugang wie Malick finden jedoch die wenigsten.“ (Spiegel Online)

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Frau Dr. Putz wird vor dem Film ins Thema einführen

Dr. Erna Putz hat ihr Leben der Forschung rund um Franz Jägerstätter gewidmet und so wesentlich zu seiner Seligsprechung beigetragen.

Erna Putz, geboren am 3. Mai 1946, absolvierte nach der Mitarbeit in der Landwirtschaft der Eltern die Ausbildung zur Seelsorgehelferin und Religionslehrerin und übte diese Berufe mehrere Jahre lang aus. Erna Putz studierte Theologie sowie Politik- und Kommunikationswissenschaften (Dissertation über Franz Jägerstätter) und arbeitete anschließend als Redakteurin der KirchenZeitungs-Kooperationsredaktion in Salzburg. Im Rahmen einer Recherche für eine Pfarrreportage über St. Radegund kam sie zufällig mit Franziska Jägerstätter in Kontakt. Sie gab in der Folge ihren Beruf auf und wurde 1980 Pfarrhaushälterin in Ostermiething.
Durch die örtliche und persönliche Nähe zu Franziska Jägerstätter konnte sie 1985 die bis heute maßgebliche Biografie über Franz Jägerstätter verfassen und die Briefe sowie Schriften Jägerstätters herausgeben.
Seit 2008 ist Erna Putz als Haushälterin in Pension und lebt in ihrer Heimat Ohlsdorf. Bis heute setzt sie sich unermüdlich dafür ein, besonders junge Menschen mit dem Lebenszeugnis von Franz und Franziska Jägerstätter vertraut zu machen.
Im Dezember 2013 ernannte Papst Franziskus die Jägerstätter-Biografin zur „Komturdame des Päpstlichen Ordens vom Hl. Papst Silvester“.

PRESSESTIMMEN ZUM FILM:

„Ein verborgenes Leben“ setzt dem Ehepaar Jägerstätter ein packendes Kino-Denkmal.
US-Starregisseur Terrence Malik nutzt die Macht der Bilder weise. Er war nie einer, der belehrt und hinweist. Er wirft Schlaglichter auf Begegungen und macht einen zum Beobachter seiner kunstsinnigen wie glaubwürdigen Version der Dinge....
August Diehl und die Bad Schallerbacherin Valerie Pachner als Franziska brillieren in diesem stark auf Großaufnahmen aufgebauten Werk.
Nora Bruckmüller, OÖNachrichten

„Terrence Malick gelingt eine bewegende Ode an den heimischen Widerstandshelden Franz Jägerstätter.“
Der Standard

„Der Glaube an die Liebe und die schweren Zeiten, die sie überdauern wird, tragen Figuren wie Film in diesen Momenten, denn Malick teilt den Glauben von Franz und Fani Jägerstätter. So entsteht eine Nähe zwischen ihm und seinen Figuren, die außergewöhnlich ist – auch für Ungläubige. Denn persönliche Filme über den Nationalsozialismus zu machen, das wollen viele. Einen so überzeugenden Zugang wie Malick finden jedoch die wenigsten.“
Spiegel Online
„Sich massenhaftem Widerstand anzuschließen ist leicht, dem eigenen Gewissen treu zu bleiben, schon viel schwieriger. Davon erzählt Terrence Malick in „Ein verborgenes Leben. Ein visuell überwältigender, philosophisch komplexer Film über Glaube, Zweifel und das eigene Gewissen.“
programmkino.de

Valerie Pachner und August Diehl betören mit ihrem feinen Spiel, ihre Gesichter geben der Weite der Landschaft Halt. Und: Viele Stars wie Karl Markovics, Johannes Krisch, Tobias Moretti oder Franz Rogowski wirken mit – nebst Bruno Ganz als Richter in einer seiner letzten Rollen. Eine Lebensgeschichte als mahnende Botschaft.
Julia Schafferhofer, Kleine Zeitung

Mit eindrucksvollen Bilder, einer kontemplative Montage und einer lebendigen Inszenierung hat Regisseur Malick ein Meisterwerk kreiert, welches berührt und einen noch für Stunden fesselt.
Daniel Prem auf uncut.at

Man muss nicht gläubig sein, muss das »Reich Gottes« nicht wie der Held als »wahres Vaterland« ansehen, um diesen Film als kostbares Geschenk zu verstehen. Letztlich entfaltet »EIN VERBORGENES LEBEN« die Geschichte einer reinen Seele, aber auch die eines Menschen, der bis zuletzt wertekonform handelt und dadurch zum Außenseiter wird in einer Gemeinschaft potenziell violenter Konformisten.
Anke Westphal, epd-Film