FOXTROT | Di, 23.10.2018 | Stadtkino Gmunden

Das preisgekrönte israelische Drama "Foxtrot" spürt nach, wie stark militärisches Denken ein Land im Griff hat.

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Israel/D/F 2017 - 113 Min - Regie und Buch: Samuel Maoz - Kamera: Giora Bejach - Mit Lior Ashkenazi, Sarah Adler, Yonathan Shiray u. a. -  Bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2017 gewann der Film den Grand Prix der Jury (Silberner Löwe).In Israel wurde er mit insgesamt acht Ophir Awards, unter anderem als bester Film, ausgezeichnetund als bester fremdsprachiger Film für die Vorauswahl der Oscarverleihung 2018 nominiert.

Samuel Moaz’ Film „Foxtrot“ erzählt von der Ausweglosigkeit des Krieges und der wütenden Trauer eines Vaters.

Michael und Daphna Feldman werden vom Schicksal hart geprüft. Zuerst erfahren sie von den israelischen Streitkräften, dass ihr Sohn Jonathan im Einsatz getötet wurde. Später kommt jemand, und behauptet das Gegenteil. Und am Ende wirft Samuel Maoz in seinem Film Foxtrot noch einmal alles über den Haufen.

Rhythmisierte Ausweglosigkeit, das ist der Foxtrott. Das tanzende Paar ist zwar fortwährend in Bewegung, aber es kommt letzten Endes nicht von der Stelle. Zwei Schritte vor, einer zur Seite, dann wieder zwei Schritte zurück und einer zur Seite. So landen die Tanzenden jedes Mal von neuem an ihrem Ausgangspunkt. Dieses ewige Hin und Zurück, das zweifellos etwas Absurdes hat, wird in „Foxtrot“, Samuel Maoz’ zweitem Spielfilm, zu einer hintersinnigen Metapher für das Leben in Israel und die menschliche Existenz im Allgemeinen. Es ist erst der zweite Spielfilm des 1962 in Tel Aviv geborenen Maoz. Sein erster, "Lebanon", hat 2009 in Venedig den Goldenen Löwen gewonnen, für "Foxtrot" bekam er dort jetzt den Großen Preis der Jury.

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